vom Agnesbründl

Jagdliches

Unsere Spaniels als Jagdgebrauchshunde - "A" und / oder "B" ?
Ein Einblick in das jagdliche Umfeld der Hunde "vom Agnesbründl"

Spaniels zählen innerhalb der FCI-Nomenklatur zur Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde), die meisten Spanielrassen zu deren Sektion 2 "Stöberhunde". Der jagdliche Einsatz von Spaniels in Europa ist seit Jahrzehnten durch unterschiedliche, teils konträre Reglements in die Ländergruppen "A" (im Wesentlichen Großbritannien, die romanischen und teilweise die skandinavischen Länder) und "B" (im Wesentlichen Deutschland, die Schweiz, Österreich, Tschechien und die Slowakei) zweigeteilt. In der Ländergruppe "A" ist - verkürzt dargestellt - der kurz unter der Flinte auf Niederwild eingesette, "stumme" Buschierer gefordert, während die Ländergruppe "B" auf den Spaniel als universal-Jagdgebrauchshund setzt.

Seit einigen Jahren werden in einzelnen Ländern Bemühungen um die Schaffung von Möglichkeiten eines flexibleren Umganges miteinander sichtbar. Dazu zählen zum Beispiel Änderungen mancher Prüfungsordnungen betreffend "Laut", gemeinsame jagdnahe Klubveranstaltungen mit "A"- und "B"-Hunden, oder auch privaterseits klug angelegte Jagden mit deren gemeinsamem, meist sehr erfolgreichen Einsatz. Dabei entstehen oft sehr interessante Eindrücke, wie etwa, dass sich etliche Spaniels durchaus mit einigem Training für den Einsatz nach der jeweils anderen Methode eignen und sogar Prüfungen gemäß dem jeweils anderen Reglement durchaus erfolgreich bestehen können.

In Österreich stehen in jagdlichem Einsatz überwiegend English- und Welsh Springer Spaniels, English Cocker Spaniels, einige Field- sowie möglicherweise einzelne Clumber- und Sussex Spaniels. Der Österreichische Jagdspanielklub (ÖJSpK) betreut diese Rassen in Österreich innerhalb der Hierarchie der internationalen Rassehundeorganisation FCI, welche unter anderem die Rassestandards und die Voraussetzungen für internationale Championate festlegt. Der ÖJSpK ist als Verbandskörperschaft Mitglied des Österreichischen Kynologenverbandes (ÖKV) und des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbandes (ÖJGV), der - bezogen auf alle jagdkynologischen Angelegenheiten - in einem Vertragsverhältnis zum ÖKV steht.

Wir als Züchter fördern die jagdlichen Anlagen unserer Hunde bestmöglich bereits im Welpenalter. Erfahrung, entsprechende Möglichkeiten sowie eine gute Vernetzung im jagdlichen Umfeld helfen uns dabei.

Schon während meiner Kindheit durfte ich im damaligen Fürst Liechtenstein'schen Forstgut Freiland, einem Bergrevier in den Niederösterreichischen Voralpen mit Reh-, Rot- und Gamswildvorkommen sowie Raufußhühnern und Stockenten, verbringen. Neben dem Interesse an der Jagd entstand bereits damals durch meine "ständige Begleiterin", die ESS-Hündin Ash von Hohenjagen, auch die Liebe zu Jagdhunden, insbesonders Spaniels. Seit dem Studium auch Jagdscheininhaber und aktiver Jäger, bejage ich ich, inzwischen auch beeidetes Jagdschutzorgan, gemeinsam mit meiner Frau Adrienne nunmehr bereits beinahe zwei Jahrzehnte unweit der Heimat meiner Kindheit ein landschaftlich und von den vorkommenden Wildarten her besonders reizvolles Mittelgebirgsrevier. Bei der Jagdausübung unterstützen uns die beiden ESS-Hündinnen Glenda Gleam Pansgrove und Campanula "Paja" of Klamar Garden. Beide Hündinnen haben wichtige Jagdhundeprüfungen erfolgreich absolviert und verfügen dadurch auch über die Voraussetzungen zum "Revierhund" in Niederösterreich. Bei der Deckrüdenauswahl bemühen wir uns, auch die jagdlichen Gene verantwortungsvoll weiterzuvererben und dadurch die Vielfalt der Begabungen der Hunde aus unserer Zuchtstätte "vom Agnesbründl" bestmöglich zu fördern.